Content Marketing Trends verändern sich wesentlich auf der Basis des technisch Machbaren, wobei die Investitionsschwelle möglichst niedrig liegen sollte; für 2026 sind nun reife KI-Tools zur Content Generation als SaaS- Webtools verfügbar und für Pauschalpreise zu buchen oder sogar kostenlos nutzbar – niedriger wird die Schwelle kaum noch! Hier schauen wir uns die sich abzeichnenden Content Marketing Trends für 2026 genauer an, bewerten die wichtigsten Punkte und ziehen abschließend ein Fazit, was nun besonders wichtig ist.
Für unseren Content Marketing Trends-Overview begrenzen wir uns auf B2C-Trends, viele sind jedoch auch auf B2B-fokussierte Strategien übertragbar.
Long form Content wird neu gewichtet
KI zerstört SEO nicht, es beschleunigt vielmehr gute, relevante Inhalte. Redaktionell professionell aufbereitete, von Menschen geschriebene Texte sind aktuell fast schon eine Garantie für gutes Ranking. Wie immer muss vorausgesetzt werden, dass die Inhalte eine hohe Qualität und Autorität besitzen, gleichzeitig aber auch klar in den passenden Kontext eingebettet sind.
Nicht nur Google belohnt Relevanz und Sorgfalt, sondern auch die menschlichen Nutzer:innen. Sie sind nach zwei Jahren KI-generiertem Content bereits für inflationär-mittelmäßige KI-generierte Inhalte sensibilisiert. Gerade für Textcontent, der für SEO nichts an Bedeutung eingebüsst hat, lohnt es sich auch 2026, die Zeit für gutes Handwerk zu investieren.
Trotzdem darf Long Form Content kein Selbstzweck sein, sondern sollte wie jedes andere Formate auch in die übergreifende Content Strategie eingebettet sein. Perfekt ist Long Form für Infobeiträge, in denen eine professionelle Detailtiefe erforderlich und gewünscht ist. Gerade dann, wenn mit diesem Format Produkte und Leistungen gezielt promotet werden, spielt es seine Stärke voll aus: Der Text dient dann nicht nur zur Informationsvermittlung, sondern trägt zugleich auch wertvolle Links, die SEO weiter stärken.
Google weiß mittlerweile genau, wie unattraktiv KI-generierter Text für Nutzer:innen sein kann, die 2025er Updates sprechen dazu eine deutliche Sprache. Für SEO ist Content zentral – ein Grund mehr, long form nicht als angestaubt abzutun, sondern den Wert ausführlicher Inhalte neu zu bewerten!
Interaktivität – Engagement ist das neue Gold
Inhalte konkurrieren auf dem Smartphone oder Tablet laufend gegeneinander, die Aufmerksamkeit der Nutzer:innen ist jedoch leider begrenzt, ein wahres Content Marketing-Dilemma! Verschärft wird die Situation noch von Social-Media-Plattformen, die eine unglaubliche Beschleunigung in Sachen Content-Konsum vorlegen: Ein Video ist mit 5 Sekunden bereits lang! Der neue Standard ist das Weiterswipen nach einer minimalen Zeitspanne.
Statischer Content schafft es deswegen nicht mehr oder nur noch begrenzt, Nutzer:innen zu echtem Engagement zu bewegen. Zu den Content Marketing Trends 2026 gehören deswegen insbesondere interaktive Content-Formate, die zum Mitmachen auffordern. Welche Formate dies im Einzelnen sind, entscheidet sich an der Content Strategie, in letzter Logik aber auch an den zu bewerbenden Produkten und Leistungen. Für manche Produkte eignen sich beispielsweise Rechner oder interaktive Schieberegler sehr gut, um den Nutzer:innen ein besseres Gefühl für das Produkt zu vermitteln. Mit anderen interaktiven Content-Formaten, wie beispielsweise Quiz oder Umfrage, lassen sich Nutzer:innen bei der Produkt- oder Leistungsauswahl individuell unterstützen und zu einer passenden führen. Interaktive Formate binden die Aufmerksamkeit durch aktives Beteiligen – unschätzbar wertvoll in der Aufmerksamkeitsökonomie!
Content für Consumer Relationship mit KI pushen
Kurz als Spoiler vorneweg: Ohne KI-Tools geht Content Marketing nicht mehr. Dies ist kein neuer Trend, sondern vielmehr der vorläufige Endpunkt einer unglaublich beschleunigten Entwicklung der letzten beiden Jahre. Auch, wenn die neuen Tools die Content Creation so leicht machen wie noch nie, ist folgendes im KI-Content-Zeitalter die absolute Notwendigkeit: Erst die Strategie aufsetzen, dann loslegen! Steht die Strategie liefern KI-Tool jedoch einen nie gekannten Push an Output-Geschwindigkeit. Auch mit KI-Unterstützung hat Content das Ziel, ein integriertes Erlebnis für die Nutzer:innen zu schaffen und sie nachhaltig zu binden – mit Option auf Fan-Level-Engagement.
Natürlich bedeutet Content in diesem Zusammenhang weit mehr als nur Text, sondern umfasst als Multichannel-Erlebnis den gesamten Funnel. KI-Tools helfen dir ohne Frage dabei, ausreichend Content für deine Brand zu erzeugen, um die Customer Journey mit den gewünschten Content-Formaten zu füllen. Redaktionelle Prozesse beschleunigen KI-Tools wesentlich, dir bleibt dann mehr Zeit für das Feilen an Strategien, Individualisierung oder an anderen wichtigen Aufgaben.
Einfach nur den Output zu skalieren bringt dich noch nicht weiter, die Content Pieces müssen stets eine klar definierte Funktion für Strategie und Branding erfüllen.
Zielgruppenorientiertes Storytelling aktueller denn je
Dieser Trend fügt sich nahtlos an den gerade vorgestellten KI-Trend an. Storytelling ist längst etabliert und hilft dir dabei, deine Inhalte möglichst nah an deine Kund:innen und ihre real life-Erlebnisse zu bringen. Hier bleibt der Mensch trotz aller Fortschritte vorne: Die Kreativität, die du für gutes Storytelling brauchst, kann dir zwar keine KI ersetzen – wohl aber sie anregen. Weil KI-Tools einfach auf weitaus mehr Informationen und Hintergrundinformationen zugreifen, als wir jemals behalten könnten, kannst du dir Anregungen für deine Storytellings durchaus auch per Prompt holen. Das vereinfacht dir den Start ungemein, gerade, wenn die Angst vor dem weißen Blatt dein großer Gegner ist. Am Output siehst du dann selbst schnell, was bereits zu deinem geplanten Storytelling passt und was deine Zielgruppe wahrscheinlich weniger interessant findet. Der Anfang ist trotzdem schon gemacht und du hast dank dieser Basis sicherlich schon jede Menge Ideen, wie du ein mitreißendes Storytelling schaffst.
UGC für alle Social-Plattformen relevant
KI—generierte Inhalte und Hochglanz-Influencer haben ihren Teil dazu beigetragen, bei Nutzer:innen ein Problembewusstsein für die Echtheit von Content zu schaffen. Bereits in den letzten Jahren hat sich die steigende Relevanz von UGC abgezeichnet, weil Nutzer:innen sich authentische Einblicke in Produkte, Leistungen und natürlich auch Personen wünschen. Gestellte, allzu professionelle Auftritte sind teuer und kommen nicht immer wie intendiert an.
Authentizität ist hier das Schlüsselwort, das den UGC-Trend auf den Punkt bringt: Auch wenn Profi-Influencer nach wie vor ihre Berechtigung haben, sollten gerade für Content-Nischen auch Micro-Influencer eine Chance bekommen. Insbesondere im E-Commerce von Vorteil: Micro-Influencer sind besonders dicht an wirklich interessanten potenziellen Kund:innen dran, besitzen bereits deren Vertrauen und sind bei ihren Follower:innen eine feste Institution. Wer würde ihren Geheimtipp nicht zumindest einmal selbst ausprobieren? Bonuspunkt für Micro-Influencer, weil sie in aller Regel zu günstigeren Raten buchbar sind. UGC lässt sich über Community-Challenges, Gewinnspiele oder andere Aktionen schnell und mit vergleichsweise geringem Aufwand anregen, der Effekt ist jedoch nachhaltig.
Video als wichtigstes Content-Format 2026
Zumindest in ihrer Freizeit konsumieren die meisten Nutzer:innen Bewegtbild in Form von Youtube-Videos, wahrscheinlicher aber superkurzen Instagram-Reels oder TikToks, in denen jede Sekunde mit Bedeutung aufgeladen ist. Dieses Pacing sollten sich Unternehmen für ihre Produkte und Leistungen ganz einfach klauen und als Must-Have-Touchpoint in ihrem Content Marketing Mix etablieren.
Video-Touchpoints wurden einst bevorzugt für Branding genutzt, die neuen technologischen Möglichkeiten machen Videos heute zum Format, in dem sogar live geshoppt werden kann.
In diesen Shoppable-Formate verschmilzt Video Content mit Ad in einem neuen Ausmaß. Unternehmen müssen dieses Format erst kennenlernen, um die darin verborgenen neuen Chancen auch nutzen zu können. Insbesondere dann ist Shoppable Video Content interessant, wenn bereits ein gepflegtes Profil vorhanden ist. Natürlich spielen bei Shoppable Videos die Plattformen Instagram, TikTok und Snapchat vorne mit. Shoppable-Funktionalität ist aber auch auf YouTube und Facebook möglich, bei letzterem sogar mit Live Chat für Echtzeit-Interaktion mit Kund:innen.
Kleinere Kosten bei voller Zielgruppenpassung dringend gesucht? Pinterest bietet ebenfalls Shoppable Video-Funktion und bietet typischerweise günstigere Ad-Raten, somit perfekt für kleinere Budgets, die ihre Strategie trotzdem voll mit diesem Format pushen wollen.
Metriken kommen nicht aus der Mode!
Content Marketing muss als System gedacht werden; ob das System wie gewünscht performt, entscheidet sich an den jeweiligen definierten KPI. Auch in der KI-Content-Ära bleibt es eine Notwendigkeit, Performance-Daten zu erheben, um das Konsumentenverhalten zu verstehen. Es kommen gegebenenfalls KI-Tools als neue Datenquelle hinzu, eine weitere Entwicklung, die beobachtet werden muss. Ihr Anteil ist gegenüber den traditionellen Suchmaschinen aktuell zwar noch gering, es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sich dieser Punkt in den nächsten Monaten oder Jahren ändern wird.
Nur die Daten zeigen, ob ein Content Piece funktioniert hat, welche Themen bei den Nutzer:innen besonders hoch im Kurs stehen und welche Inhalte die meisten Bounces erzeugen. Daraus ergeben sich wertvolle Insights, die Optimierungspotenziale sichtbar machen. Der bekannte Zyklus aus Contenterstellung, Messung, Optimierung wird auch für 2026 Bestand haben.
Content Marketing Trends – wie geht es jetzt weiter?
Content Marketing Trends unterliegen dem Wandel, wie wir aber sehen konnten, bleiben einige Faktoren als Grundkonstante bestehen. KI bleibt als dominierendes Thema, hat seinen einstigen Trend-Charakter aber bereits eingebüsst, weil sich die Tools im Alltag längst etabliert haben, und zwar weit über das Content Marketing hinaus.
Wie wichtig Authentizität im KI-Zeitalter wirklich ist, erahnen wir heute erst, denn die Herausforderungen und Chancen sind massiv. Ein Datum, das wir uns bereits jetzt im Kalender festhalten, ist der August 2026. Mit dem EU AI Act wird die Kennzeichnungspflicht für KI-generierten Content verpflichtend.
Bei aller Branchenkenntnis können wir dennoch nicht in die Kristallkugel blicken und mit Sicherheit voraussagen, was sich lohnen wird. Deswegen haben wir uns jetzt schon den Trend-Review auf den Plan gesetzt – in 4 Monaten schauen wir erneut auf die Content Marketing Trends und geben einen ersten Zwischenstand ab!
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